Bruttorendite als erste Vergleichszahl
Jährliche Kaltmiete geteilt durch Kaufpreis, mal 100, ergibt die Bruttomietrendite. Beispiel: 750 Euro monatlich sind 9.000 Euro jährlich. Bei 250.000 Euro Kaufpreis ergeben sich 3,6%. Kosten, Finanzierung und Steuern fehlen in dieser ersten Zahl.
Kosten und Risiken getrennt rechnen
Ein Beispiel mit ausdrücklich angenommenen Werten: 9.000 Euro Kaltmiete minus 1.200 Euro nicht umlagefähige Kosten, 900 Euro Instandhaltungsansatz und 270 Euro Leerstandsansatz ergibt 6.630 Euro. Bezogen auf 277.500 Euro angenommene Gesamtkaufkosten sind das rund 2,4% vor Finanzierung und Steuern. Prüfe jeden Ansatz am konkreten Objekt.
Rendite ist nicht monatlicher Cashflow
Bei 750 Euro Kaltmiete, 100 Euro nicht umlagefähigen Kosten, 75 Euro Instandhaltungsansatz und 650 Euro Kreditrate verbleiben in einer vereinfachten Monatsrechnung −75 Euro. Leerstand, Sonderausgaben und Steuern können das Ergebnis weiter verändern. Tilgung reduziert die Schuld, belastet aber trotzdem das Monatsbudget.
Den Vergleich belastbar machen
- Mietansatz und laufende Kosten anhand vorhandener Unterlagen prüfen.
- Leerstand, Instandhaltung und absehbare Maßnahmen als eigene Szenarien rechnen.
- Finanzierung und Zinsbindungsende gesondert betrachten.
- Steuerliche Auswirkungen anhand des konkreten Falls prüfen lassen.
Pauschale Rendite-Benchmarks für ganze Städte und eine zugesagte Eigenkapitalrendite von 8–12% sind daraus nicht ableitbar. Fremdfinanzierung beeinflusst Gewinne und Verluste; erwartete Wertsteigerungen sind keine sichere Einnahme.
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