Hauskauf-Nebenkosten: Prozent korrekt berechnen
Hauskauf-Nebenkosten in Prozent berechnen: Formel, Grunderwerbsteuer aller 16 Bundesländer (Stand 09/2026), Beispiele und Prüfplan für Makler und Notar.

Wie viel Prozent Nebenkosten fallen beim Hauskauf an? Für eine grobe Planung kannst du mit 10 bis 15 % des Kaufpreises rechnen. Den größten Einzelposten, die Grunderwerbsteuer, legt jedes Bundesland selbst fest: Aktuell sind es je nach Land 3,5 bis 6,5 % (Tabelle unten). Drei Ratgeber verwenden unterschiedliche Korridore: Homeday nennt 9 bis 12 %, die Sparkasse 12 bis 15 % und die LBS 10 bis 15 %. Deinen belastbaren Planwert erhältst du, indem du jeden Kostenblock einzeln einträgst und aktuelle Sätze für Ort und Kaufkonstellation prüfst.
Die wichtigste Rechenregel: Ein Prozentsatz ist erst dann brauchbar, wenn du für jeden Prozentpunkt weißt, welcher Beleg oder verifizierte Eingabewert ihn ersetzt.
Warum 10 bis 15 Prozent nur der Startwert sind
Die Spanne entsteht durch mehrere veränderliche Eingaben. Dazu zählen im Rechenmodell der für das Grundstück angesetzte Steuersatz, der Käuferanteil an einer möglichen Vermittlungsvergütung sowie Schätzwerte für Notar und Grundbuch. Hinzu kommen feste Eurobeträge, etwa für Prüfung, Umzug oder Arbeiten rund um die Übergabe.
Prozentuale und feste Kaufnebenkosten trennen
Prozentuale Kaufnebenkosten sind in dieser Kalkulation Positionen, deren Planwert aus Kaufpreis mal Eingabesatz entsteht. Sinkt der Kaufpreis, sinkt ihr Rechenbetrag entsprechend.
Feste Kaufnebenkosten trägst du als Eurobetrag ein. Ein Gutachten, eine technische Prüfung oder ein Umzug lässt sich für die Planung separat schätzen; der Betrag folgt dabei nicht automatisch dem Kaufpreis.
Diese Trennung verhindert einen typischen Fehler: Ein pauschaler Satz wird auf den Kaufpreis geschlagen, während mehrere feste Ausgaben außerhalb der Rechnung bleiben. Der Finanzierungsbedarf erscheint dadurch kleiner als die eigene Ausgabenliste.
| Kostenblock | Eingabe im Rechner | Geeigneter Nachweis |
|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | verifizierter Satz in % | aktuelle Auskunft der zuständigen Finanzverwaltung |
| Notar | Planwert in % oder konkreter Eurobetrag | Kosteninformation oder Rechnungsposten |
| Grundbuch | Planwert in % oder konkreter Eurobetrag | Kosteninformation oder Rechnungsposten |
| Vermittlung | vereinbarter Käuferanteil | Vertragsunterlagen oder Entwurf |
| Objektprüfung | fester Eurobetrag | Angebot des beauftragten Fachbetriebs |
| Umzug und Übergabe | fester Eurobetrag | eigene Angebotsliste |
| Sofortmaßnahmen | fester Eurobetrag | Kostenschätzung mit Leistungsumfang |
Weshalb Ratgeber zu verschiedenen Prozentsätzen kommen
Die Abweichung zwischen 9 und 15 % lässt sich bereits an den Modellannahmen erkennen. Die Homeday-Übersicht arbeitet unter anderem mit rund 2 % für Notar und Grundbuch sowie einer möglichen Maklerposition. Die Sparkassen-Übersicht bezieht weitere mögliche Ausgaben wie Gutachten und Versicherungen in die Betrachtung ein. Diese Werte eignen sich als Vergleichskorridore; für deinen Kauf ersetzt du sie durch geprüfte Eingaben.
Auch die Abgrenzung verändert das Ergebnis. Ein Rechner kann nur die unmittelbaren Transaktionskosten zeigen. Ein anderer zählt Umzug, Gutachten und erste Arbeiten hinzu. Vergleiche deshalb zuerst die enthaltenen Zeilen und anschließend die Gesamtsumme.
Kaufnebenkosten mit drei Formeln berechnen
Für eine nachvollziehbare Kalkulation genügen drei Rechenschritte:
Prozentuale Kosten = Kaufpreis × Summe der eingegebenen Prozentsätze
Kaufnebenkosten = prozentuale Kosten + feste Zusatzkosten
Kaufnebenkosten in Prozent = Kaufnebenkosten ÷ Kaufpreis × 100
Der gesamte geplante Kapitalbedarf ergibt sich anschließend aus Kaufpreis, Kaufnebenkosten und einer getrennten Reserve für Maßnahmen, die du selbst in die Planung aufnehmen möchtest.
Vier Eingabeblöcke statt eines Pauschalwerts
Baue deine eigene Nebenkostenrechnung mit vier Blöcken auf:
- Kaufpreis: Der Betrag, auf den deine prozentualen Annahmen angewendet werden.
- Verifizierte Prozentsätze: Steuer, Notar, Grundbuch und gegebenenfalls Vermittlung jeweils in einer eigenen Zeile.
- Feste Erwerbsausgaben: Prüfung, Unterlagen, Umzug und Übergabe mit konkreten Angeboten oder Schätzungen.
- Separate Reserve: Renovierung, Modernisierung und unklare Befunde, ohne diese Positionen im Nebenkostensatz zu verstecken.
Speichere neben jedem Wert auch Quelle, Abrufdatum und Status. Als Status reichen „Platzhalter“, „Angebot“ und „Rechnung“. So erkennst du sofort, welche Zahl noch geprüft werden muss.
Der Zwei-Nenner-Test verhindert falsche Vergleiche
Prozentangaben können sich auf den Kaufpreis oder auf den gesamten Erwerbsaufwand beziehen. Das führt zu zwei verschiedenen Ergebnissen.
Bei einem Kaufpreis von 400.000 € und Kaufnebenkosten von 40.000 € beträgt der Aufschlag 10 % des Kaufpreises. Der gesamte Erwerbsaufwand liegt bei 440.000 €. Innerhalb dieser Gesamtsumme machen die 40.000 € nur 9,09 % aus, denn 40.000 ÷ 440.000 = 9,09 %.
| Nebenkosten bezogen auf den Kaufpreis | Nebenkosten bei 400.000 € | Gesamter Erwerbsaufwand | Anteil am gesamten Aufwand |
|---|---|---|---|
| 10 % | 40.000 € | 440.000 € | 9,09 % |
| 12 % | 48.000 € | 448.000 € | 10,71 % |
| 15 % | 60.000 € | 460.000 € | 13,04 % |
Schreibe deshalb an jede Prozentzahl, worauf sie sich bezieht, also „vom Kaufpreis“ oder „vom Gesamtaufwand“.
Beispiele für 300.000, 400.000 und 700.000 Euro
Die folgende Tabelle zeigt reine Rechenszenarien. Die Prozentsätze sind frei gewählte Planwerte und keine Aussage zu deinem Bundesland, Vertrag oder konkreten Kauf.
| Kaufpreis | 8 % Szenario | 10 % Szenario | 12 % Szenario | 15 % Szenario |
|---|---|---|---|---|
| 300.000 € | 24.000 € | 30.000 € | 36.000 € | 45.000 € |
| 400.000 € | 32.000 € | 40.000 € | 48.000 € | 60.000 € |
| 700.000 € | 56.000 € | 70.000 € | 84.000 € | 105.000 € |
Schon ein halber Prozentpunkt verändert die Kalkulation spürbar: Er entspricht bei 300.000 € genau 1.500 €, bei 400.000 € 2.000 € und bei 700.000 € 3.500 €. Runde ungeklärte Eingaben daher nicht unbemerkt auf ganze Prozentpunkte.
Fiktive Detailrechnung für 400.000 Euro
Angenommen, du verwendest für einen ersten Entwurf folgende Platzhalter:
| Position | Fiktive Eingabe | Rechenbetrag |
|---|---|---|
| Steuerposten | 5,0 % | 20.000 € |
| Notar und Grundbuch zusammen | 1,8 % | 7.200 € |
| Käuferanteil Vermittlung | 3,0 % | 12.000 € |
| Objektprüfung | 1.500 € | 1.500 € |
| Umzug | 4.500 € | 4.500 € |
| Weitere Übergabekosten | 1.000 € | 1.000 € |
| Summe | 46.200 € |
Die fiktiven Kaufnebenkosten entsprechen 46.200 ÷ 400.000 × 100 = 11,55 %. Entfällt in deinem konkreten Fall die angenommene Vermittlungsposition vollständig, sinkt dasselbe Szenario um 12.000 € auf 34.200 € beziehungsweise 8,55 %. Alle übrigen Annahmen bleiben bei diesem Vergleich gleich.
Was sich bei 300.000 und 700.000 Euro verändert
Prozentuale Positionen wachsen im Rechenmodell proportional. Derselbe feste Kostenblock verliert dagegen bei höherem Kaufpreis rechnerisch an Gewicht.
Ein angenommener Festkostenblock von 8.000 € entspricht bei 300.000 € Kaufpreis 2,67 %. Bei 700.000 € sind es 1,14 %. Zwei Käufer können deshalb identische Steuersätze und Vermittlungsanteile verwenden und trotzdem unterschiedliche Gesamtprozentsätze erhalten.
Streng proportional sind in der Praxis nur die Grunderwerbsteuer und eine prozentual vereinbarte Maklerprovision. Notar- und Grundbuchgebühren sind dagegen keine gesetzlichen Prozentsätze: Sie richten sich nach dem Geschäftswert und den Gebührentabellen des Gerichts- und Notarkostengesetzes (§ 34 GNotKG). Weil diese Tabellen mit steigendem Wert langsamer wachsen, sinkt ihr Anteil am Kaufpreis bei teureren Objekten leicht. Werte wie 1,5 oder 2 % sind deshalb Schätzungen, keine festen Sätze. Wie du die tatsächliche Rechnung prüfst, zeigt der Beitrag Notar und Grundbuch Kosten: Rechnung Position für Position prüfen.
Bundesland und Makleranteil als eigene Variablen führen
Ob du in Bayern, Rheinland-Pfalz oder Niedersachsen kaufst, die Formel bleibt dieselbe. Es ändert sich vor allem der Steuersatz des Bundeslandes. Der mögliche Vermittlungsanteil bleibt eine zweite, kaufbezogene Variable.
Grunderwerbsteuer nach Bundesland (Stand: 21. September 2026)
Die rechte Spalte zeigt die Steuer bei 400.000 € Kaufpreis, wenn der volle Kaufpreis die Bemessungsgrundlage bildet.
| Bundesland | Steuersatz | Steuer bei 400.000 € |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 5,0 % | 20.000 € |
| Bayern | 3,5 % | 14.000 € |
| Berlin | 6,0 % | 24.000 € |
| Brandenburg | 6,5 % | 26.000 € |
| Bremen | 5,5 % (seit 1. Juli 2025) | 22.000 € |
| Hamburg | 5,5 % | 22.000 € |
| Hessen | 6,0 % | 24.000 € |
| Mecklenburg-Vorpommern | 6,0 % | 24.000 € |
| Niedersachsen | 5,0 % | 20.000 € |
| Nordrhein-Westfalen | 6,5 % | 26.000 € |
| Rheinland-Pfalz | 5,0 % | 20.000 € |
| Saarland | 6,5 % | 26.000 € |
| Sachsen | 5,5 % (seit 1. Januar 2023) | 22.000 € |
| Sachsen-Anhalt | 5,0 % | 20.000 € |
| Schleswig-Holstein | 6,5 % | 26.000 € |
| Thüringen | 5,0 % (seit 1. Januar 2024) | 20.000 € |
Die Sätze sind mit den Landesgesetzen und den Informationsseiten der Finanzverwaltungen abgeglichen, etwa beim Bremer Serviceportal zur Erhöhung im Juli 2025 und beim Thüringer Finanzministerium zur Senkung im Januar 2024. Ältere Übersichten zeigen für Sachsen, Thüringen oder Bremen teils noch frühere Sätze. Prüfe deshalb das Datum jeder Tabelle, bevor du einen Wert übernimmst.
Bemessungsgrundlage ist in der Regel die Gegenleistung, also vor allem der Kaufpreis. Kaufpreisanteile für mitgekauftes Inventar unterliegen laut dem Bayerischen Landesamt für Steuern nicht der Grunderwerbsteuer. Ob und in welcher Höhe ein solcher Anteil anerkannt wird, entscheidet das Finanzamt. Rechne im ersten Entwurf deshalb mit dem vollen Kaufpreis.
Den aktuellen regionalen Wert dokumentieren
Für jedes Bundesland kannst du denselben Prüfablauf verwenden:
- Bundesland des Grundstücks festhalten.
- Aktuellen Satz bei der zuständigen Finanzverwaltung oder auf dem offiziellen Landesportal prüfen.
- Quelle und Abrufdatum neben dem Eingabefeld speichern.
- Prüfen, auf welche Bemessungsgrundlage dein Rechenentwurf den Satz anwendet.
- Den neuen Wert in allen Szenarien gleichzeitig aktualisieren.
Übernimm keine Zahl aus einer alten Kalkulation, ohne das gespeicherte Datum anzusehen. Ein Rechner bleibt nur so aktuell wie seine Eingaben.
Hauskauf ohne Makler separat rechnen
Für einen Hauskauf ohne Makler setzt du die Vermittlungszeile im Vergleichsszenario auf 0 €. Steuer, Notar, Grundbuch und feste Zusatzkosten bleiben als getrennte Eingaben erhalten.
Ist ein Makler beteiligt, regelt beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses seit dem 23. Dezember 2020 das Gesetz, wie die Provision verteilt werden darf. Der Maklervertrag braucht Textform (§ 656a BGB). Bist du als Käufer Verbraucher (§ 656b BGB) und haben beide Seiten den Makler beauftragt, verpflichten sich Käufer und Verkäufer in gleicher Höhe (§ 656c BGB). Hat nur der Verkäufer den Makler beauftragt, darfst du höchstens so viel übernehmen, wie der Verkäufer selbst zahlt. Dein Anteil wird außerdem erst fällig, wenn der Verkäufer seinen Teil nachweislich bezahlt hat (§ 656d BGB). Für Mehrfamilienhäuser oder unbebaute Grundstücke gelten diese Regeln nicht. Übernimm den Käuferanteil in jedem Fall aus dem Vertrag oder Exposé.
Erstelle zwei Spalten: „Mit Käuferanteil laut Unterlagen“ und „Ohne Vermittlungsposition“. Die Differenz zeigt den Effekt dieser einen Variable. Eine pauschale Aussage wie „ohne Makler sind es X Prozent“ würde die regionalen und festen Kosten ausblenden.
Feste Kosten nicht in einem Restposten verstecken
Ein Sammelposten „Sonstiges: 2 %“ ist schwer prüfbar. Teile ihn mindestens in Objektprüfung, Umzug, Übergabe und sofort vorgesehene Arbeiten. Sobald ein Angebot vorliegt, ersetzt der Eurobetrag den Platzhalter.
Das typische Warnsignal ist eine Kalkulation, deren Gesamtsatz seit Wochen unverändert bleibt, obwohl neue Unterlagen eingegangen sind. Dann wurden Angebote häufig neben dem Rechner gesammelt und noch nicht übertragen.
Vom Nebenkostensatz zum Finanzierungsbedarf
Der Nebenkostensatz beantwortet nur eine Teilfrage. Für das Finanzierungsgespräch brauchst du zusätzlich eine klare Zuordnung von verfügbarem Kapital, gewünschter Reserve und geplantem Darlehensbetrag.
Drei Töpfe getrennt halten
Führe drei Beträge:
- Kaufpreis einschließlich der von dir angesetzten Kaufpreisbestandteile,
- Kaufnebenkosten aus verifizierten Prozentsätzen und festen Beträgen,
- Reserve für Maßnahmen und Unsicherheiten nach deinen eigenen Vorgaben.
Für die anschließende Eigenkapitalstruktur kannst du die Rechnung in drei Töpfen beim Hauskauf verwenden. Trage dort dieselbe Nebenkostensumme ein, damit zwischen Immobilienkalkulation und Finanzierungsübersicht keine zwei Versionen entstehen.
Den maximalen Kaufpreis rückwärts berechnen
Wenn dein Gesamtbudget feststeht, ist eine Rückwärtsrechnung nützlicher als ein Aufschlag auf einen Wunschpreis:
Maximaler Kaufpreis = (Gesamtbudget − feste Kosten) ÷ (1 + Summe der Prozentsätze)
Fiktives Beispiel: Du setzt ein Gesamtbudget von 450.000 €, feste Kosten von 10.000 € und prozentuale Nebenkosten von 10 % an. Daraus folgt (450.000 − 10.000) ÷ 1,10 = 400.000 €. Die Nebenkosten betragen 50.000 €, nämlich 40.000 € prozentuale Kosten plus 10.000 € feste Kosten.
Diese Formel macht den Kaufpreis zur Ergebnisgröße. Ändert sich ein geprüfter Eingabewert, siehst du unmittelbar, wie sich deine selbst gesetzte Preisgrenze verschiebt.
Laufende Hauskosten aus der Erwerbsrechnung heraushalten
Grundsteuer, Energie, Versicherungen, Instandhaltung und eine mögliche Kreditrate gehören in eine laufende Haushaltsplanung. Für die hier verwendete Rechenlogik stehen sie außerhalb der einmaligen Kaufnebenkosten. Eine getrennte Darstellung hält Einmalbedarf und monatliche Belastung vergleichbar.
| Zeitpunkt | Eigene Rechenliste |
|---|---|
| Vor und rund um den Erwerb | Steuerposten, Notar, Grundbuch, Vermittlung, Prüfung, Umzug |
| Direkt nach der Übergabe | konkret geplante Sofortmaßnahmen und Anschaffungen |
| Monatlich oder jährlich | Finanzierung, Energie, Grundsteuer, Versicherungen, Wartung |
| Langfristig | individuell festgelegte Instandhaltungsreserve |
Prüfung für Besichtigungen im Oktober und November
Bei Terminen im Oktober und November kannst du die Kostenschätzung um eine kurze Herbstprüfung ergänzen. Dokumentiere sichtbare Feuchtestellen, den Zustand von Dachentwässerung und Außenflächen, offene Fragen zur Heizung sowie Bereiche, die wegen Dunkelheit oder Witterung nicht vollständig geprüft werden konnten.
Jeder offene Punkt erhält eine von drei Markierungen: „Geprüft“, „Angebot ausstehend“ oder „Reserve vorgesehen“. Trage nur vorhandene Angebote als konkrete Kosten ein. Für ungeklärte Befunde führst du einen separaten Reservetopf nach deiner eigenen Risikoeinschätzung.
Vor einem Gespräch über die Finanzierung gehst du anschließend diese Reihenfolge durch:
- Kaufpreis und Bundesland bestätigen.
- Aktuelle Prozentsätze samt Quelle prüfen.
- Käuferanteil einer Vermittlung aus den Unterlagen übernehmen.
- Notar und Grundbuch in getrennten Zeilen führen.
- Angebote für Prüfung, Umzug und Sofortmaßnahmen aktualisieren.
- Nebenkostenquote mit dem Kaufpreis als Nenner berechnen.
- Gesamterwerbsaufwand und Rückwärtsrechnung abgleichen.
Theorie verstanden? Dann rechne selbst – zunächst mit markierten Platzhaltern und danach erneut mit den Beträgen aus deinen Unterlagen.
Häufige Fragen
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten bei einem Kaufpreis von 300.000 €?
Im frei gewählten Planungskorridor von 10 bis 15 % ergeben sich 30.000 bis 45.000 €. Allein die Grunderwerbsteuer liegt je nach Bundesland zwischen 10.500 € (3,5 % in Bayern) und 19.500 € (6,5 %, etwa in Nordrhein-Westfalen). Für deinen Plan ersetzt du den Korridor durch den geprüften regionalen Steuerwert, die konkrete Vermittlungsposition, Notar und Grundbuch sowie feste Zusatzkosten.
Welche Nebenkosten fallen beim Hauskauf von 700.000 € an?
Im Rechenblatt werden Steuer, Notar, Grundbuch, eine mögliche Vermittlung und feste Ausgaben jeweils separat erfasst. Bei den beispielhaften Gesamtsätzen von 10, 12 und 15 % entstehen 70.000 €, 84.000 € beziehungsweise 105.000 €; diese Beträge sind Szenarien und keine Prognose für einen bestimmten Kauf. Die Grunderwerbsteuer allein liegt bei 700.000 € je nach Bundesland zwischen 24.500 € und 45.500 €.
Wie hoch sind die Nebenkosten beim Hauskauf für 400.000 Euro?
Als Planwerte entsprechen 10 % 40.000 €, 12 % 48.000 € und 15 % 60.000 €. Eine Abweichung von 0,5 Prozentpunkten verändert den Betrag bei diesem Kaufpreis um 2.000 €. Die Grunderwerbsteuer allein beträgt bei 400.000 € je nach Bundesland 14.000 bis 26.000 €.
Wie berechne ich die Kaufnebenkosten?
Multipliziere den Kaufpreis mit jedem geprüften Prozentsatz, addiere die Ergebnisse und ergänze feste Eurobeträge. Teile die Summe anschließend durch den Kaufpreis und multipliziere sie mit 100, wenn du die persönliche Nebenkostenquote ermitteln möchtest.