Vertrag und verfügbares Geld zuerst prüfen
Kläre, ob dein Kredit eine Sondertilgung erlaubt, welche Grenzen und Kosten gelten und welcher Betrag danach als Reserve verfügbar bleibt. Bereits getilgtes Geld steht nicht einfach wieder für ungeplante Ausgaben bereit.
Ein vereinfachtes Beispiel mit 10.000 Euro
Bei angenommenen 3,5% Kreditzins entsprechen 10.000 Euro weniger verzinster Schuld in einer vereinfachten Betrachtung über ein volles Jahr 350 Euro weniger Zinsen. Der tatsächliche Effekt folgt aus Zeitpunkt, Tilgungsplan und Vertrag. Daraus lässt sich kein pauschaler Zehnjahresgewinn ableiten.
Eine angenommene Fondsentwicklung von +7% ergäbe im selben Jahr 700 Euro vor Kosten und Steuern; bei −5% wären es 500 Euro Verlust. Beide Werte sind Szenarien, keine Renditeprognose. Ein Wertpapierdepot ist keine Garantie, dass benötigtes Geld später ohne Verlust verfügbar ist.
Steuern nicht mit einer pauschalen Renditeformel abziehen
Für den Vergleich zählen Kosten, steuerliche Behandlung, persönliche Freibeträge und Zeitpunkt der Besteuerung. Bei Aktienfonds kann insbesondere die Teilfreistellung nach § 20 Investmentsteuergesetz relevant sein. Eine Rechnung „7% minus 26,375% Steuer auf die Rendite“ bildet nicht jeden Fall ab.
Die Entscheidung an deinen Zielen ausrichten
- Wie viel Reserve benötigst du abseits der Entscheidung?
- Welche vertraglich erlaubte Zinsersparnis zeigt dein Tilgungsplan?
- Wann brauchst du angelegtes Geld und welche Verluste könntest du tragen?
- Wie beeinflussen Kosten und Steuern den konkreten Vergleich?
Es gibt keine allgemeine Zinsgrenze oder optimale 50/50-Aufteilung für alle Haushalte. Informationen zu Chancen und Risiken: BaFin: Wertpapiergeschäfte.
Teste deine Finanzierung
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